Eindrücke unserer Kirchweih

Andacht

Der Verhaltensforscher zeigt im Video eine Szene: Eine Gruppe Kinder hat durch ein Quizspiel gerade 20 € gewonnen. Nun wird sie an einem Tisch vorbeigeführt, auf dem Kinderträume liegen: Kaugummis, Ü-Eier, kleine Plastikfiguren, Wegwerf-Spielsachen. Die Preise sind so überteuert, dass das auch Kinder merken. „Wenn ihr wollt“, sagt der Verhaltensforscher, „dürft ihr hier schon was kaufen. Ihr dürft das Geld aber auch nach Hause nehmen.“ Die Kinder schauen sich die Dinge an und setzen 80 % ihres Geldes um.

 

Ich lächle. Tja, so sind sie, die Kinder.

 

Der Verhaltensforscher legt einen neuen Film ein. Gleiche Szene, gleicher Tisch. Aber: Am Ende schütteln die meisten Kinder den Kopf, nur einige wenige kaufen etwas Kaugummi. Wir sind ratlos. Warum? Waren sie besser erzogen?

 

Der Verhaltensforscher grinst. „Achten Sie einmal auf das Mädchen mit dem roten Pullover“, sagt er. „Sie ist von uns eingeschleust. Die Kinder haben sie noch nie gesehen.“

 

Wieder lässt er die beiden Filme ablaufen. Und jetzt fällt es allen auf. Wie zufällig hat dieses Mädchen im ersten Film mit den Kindern am Tisch gestanden und gesagt: „Wau, ist das cool. Das kauf ich mir.“ Im zweiten Film hat sie ebenso zufällig ganz leise gemurmelt: „Ich bin doch nicht blöd.“


Das hat gereicht! Eine gemurmelte Wertung einer völlig Unbekannten!

 

Denken Sie an Ihre eigenen Einkäufe zurück: Wie oft hat eine Verkäuferin oder eine Kundin Sie dazu gebracht, ein Produkt zu kaufen, in dem Sie kurz und unaufdringlich

etwa gesagt hat: „Super Angebot.“ „Habe ich mir auch schon gekauft.“

 

Jetzt fragen Sie: Was hat das mit der Kirche zu tun?

 

Viel. Denn Sie sind oft das Mädchen im roten Pullover.

Jedem Nachbarn, jedem Unbekannten, dem Sie völlig unaufdringlich sagen: „Ich geh gern in den Gottesdienst!“ „Die Predigten geben mir was.“ „Bei uns kommen auch junge Leute in den Gottesdienst“, „Bei uns ist richtig was los!“… den beeinflussen Sie positiv. Er bekommt Lust, auch zu kommen und denkt: „Wenn der gern geht, könnte ich das auch mal probieren.“

 

Jedem Freund, dem Sie die Dauerklage um die Ohren werfen: „Ach, ich wünschte die Gottesdienste wären wieder besser besucht!“, der hört in Wirklichkeit: „Bei denen sind die Gottesdienste leer.“ Und denkt: „Wäre ich ja blöd, wenn ich hinginge. Wenn das keiner hören will, wird’s wohl auch nichts sein.“

 

Helfen Sie uns, die Menschen positiv zu beeinflussen. Erzählen Sie, was Sie in unserer Gemeinde lieben, was Ihnen guttut, worauf Sie stolz sind! Und Sie werden merken, wie schnell unsere Kirche den Ruf bekommt, den sie verdient!

    Ihre Pfarrerin Andrea Nehring

 

Evang.-Luth

Friedenskirche-Bayreuth

Friedenstr. 3

95447 Bayreuth

 

Pfarramt

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Pfarrer Hans-Dietrich Nehring
Pfarrerin Andrea Nehring