Ist das nicht alles das gleiche, Jesus oder Mohammad?                                    

Nein, ist es nicht. Immer wieder begegnen uns Aussagen über muslimischen und christlichen Glauben, die so einfach nicht stimmen. Ich möchte hier einige davon richtig stellen:

 

1. "Wir haben alle den gleichen Gott." Nein! Schau genau hin!   

 

Das, was Christus uns von Gott erzählt, gibt uns einen Blick auf einen Gott, der ein Vater ist: Er liebt die Menschen. Er vergibt, wenn sie Fehler machen und ihm diese beichten. Er ruft uns mit viel Geduld, wenn wir vom Glauben abweichen. Er freut sich, wenn wir Fragen stellen und über ihn nachdenken, auch dann, wenn es kritische Fragen sind.

 

Mohammad dagegen verkündigt einen Allah, der Gehorsam fordert. Dieser Allah hat sein Wort, den Koran, den Menschen gegeben. Und der Mensch muss das, was im Koran steht ( und durch Hadithe gedeutet wird) glauben. Zweifelt er, so wird er gemaßregelt. Fällt er vom rechten Glauben ab, so muss er getötet werden. Da ist kein Platz für Liebe, kein Platz für Vergebung. Der Mensch muss sich dem allmächtigen Schöpfer hingeben und ihm gehorchen, dann findet er Frieden.

 

2. "Im Koran steht, dass Ungläubige getötet werden müssen. Aber im Alten Testament steht ja auch viel brutales. Das ist doch das gleiche!"   Nein, es ist nicht das gleiche.

 

Das Alte Testament ist für uns Christen kein Gesetzbuch, das Gehorsam fordert. Das sehen Sie ganz schnell, wenn Sie die Gesetze im 3.-5.Buch Mose lesen. Kein Christ wird diese auch nur andeutungsweise befolgen. Es wäre absurd. Nein, das Alte Testament ist die Vorgeschichte Jesu Christi. Dort hat sich unser Gott bereits offenbart, indem er Menschen begegnet ist - übrigens meistens sehr fehlerhaften Menschen, keinen Helden. Wir lesen sie mit den Augen Christi, der uns sagt: Liebe deine Feinde, kümmere dich um die Menschen, die verloren gegangen sind. Für uns Christen gilt das Neue Testament. Und auch das lesen wir als Botschaft Gottes, das in unsere Herzen spricht.

 

Der Koran dagegen beansprucht, Allahs Wort in Ewigkeit zu sein. Jedes Wort darin fordert Gehorsam und Umsetzung. Kein Satz darf hinterfragt oder gar belächelt werden. Wer gegen den Koran auftritt, steht gegen Allah auf.

 

3. "Moslems haben Mohammad, wir haben Christus." Nein. Die beiden haben eine völlig andere Stellung im Glauben.

 

Mohammad ist nur ein Gesandter Allahs, durch den Allah sein Wort auf der Erde aussprechen konnte. Moslems glauben nicht an Mohammad und beten auch nicht zu ihm. Sie glauben an den Koran. Denn der Koran ist heiliges echtes ursprüngliches Wort Allahs. Deshalb gibt es auch immer wieder harte Kämpfe, wenn jemand den Koran nicht in Ehren hält.

 

Christus ist das lebendige Wort Gottes. "Und das Wort ward Fleisch und wohnte mitten unter uns." Wir Christen glauben an Christus, nicht an die Bibel. Was er gesagt und getan hat, ist für uns Gottes Wort. Aber wir wissen, dass er auch heute noch durch seinen Heiligen Geist spricht. Die Bibel ist nur Richtschnur und Hinweis auf Gott. Deshalb können wir auch in der Bibel Notizen machen und mit ihr arbeiten, sie in Frage stellen, sie erforschen oder sie im Gebet vor Jesus bringen.

 

4. "Islam heißt Friede" . Nein.

 

Islam heißt übersetzt: Hingabe. Sich Gott mit allem, was man ist, hingeben, ihm gehorchen und ausführen, was er im Koran fordert. Auch der Islam möchte Frieden. Er will den großen Weltfrieden, der entsteht, wenn alle Menschen Allah und seinem Koran gehorchen und sich niemand mehr widersetzt. Doch bis dahin müssen die Gläubigen Menschen, die falsch oder nicht glauben, zurückdrängen oder sogar töten.

 

Ich weiß wohl, dass es Moslems gibt, die den Koran weltoffen deuten. Aber wie kann ich an einen Gott glauben, dessen Worte ich erst umdeuten muss, ehe ich sie umsetze, weil sie sonst nicht Leben bringen können?

 

Text: Pfarrerin Andrea Nehring

 

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Pfarrer Hans-Dietrich Nehring
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